Kolumne vom 16. März 2015 in den “Schaffhauser-Nachrichten”

„Wir haben zu viele Linke im Land, die jeden, der nicht arbeitet, unterstützen und jeden Nichtsnutz einbürgern wollen. Ich habe das Gefühl, manche Politiker würden die Schweizer am liebsten rauswerfen, damit es mehr Platz hat für diese Leute. Wir Schweizer helfen immer gerne, wenn es irgendwo auf der Welt eine Katastrophe gibt, wir sind ja keine Rassisten. Aber heute wird einem Büezer, der mit der Faust auf den Tisch schlägt, bereits unterstellt, er sei ein Nazi.“ Nun, diese politisch nicht ganz korrekte Aussage stammt vom Schweizer Mundartrocker Gölä. In einem touristischen Sonderheft für die Jungfrauregion (November 2014) lässt der Sänger in einem grossen Interview Dampf ab. Gölä ärgert sich darüber, dass in der Schweiz immer mehr Leute den errungenen Wohlstand zunichtemachen wollen.

Gölä ärgert sich zu Recht. Denn die Gefahr, dass der Wohlstand in der Schweiz sinken wird, ist gross. Zwar versucht uns eine linke Politikerkaste einzureden, dass es mit der Schweiz aufwärts gehen wird, wenn wir an den bilateralen Verträgen und am Schengen-Dublin-Abkommen festhalten werden. Ständig betont die Linkselite, das sich die Schweiz dank der Personenfreizügigkeit seit 2007 zum Jobwunder entwickelt habe. Tatsächlich sind in den letzten 8 Jahren fast 280‘000 neue Arbeitsplätze entstanden. Leider ist diese Zahl ein Etikettenschwindel. Denn von den 280‘000 neuen Arbeitsplätzen ist hauptsächlich ein Sektor gewachsen. Sie ahnen es: Mit 179‘000 neuen Arbeitsplätzen ist es der öffentlichen Sektor. Das Schweizer Jobwunder ist also hauptsächlich ein Beamtenjobwunder. Bei den Schweizerinnen und Schweizer müssen langsam alle Alarmglocken läuten: Bereits ein Drittel aller Arbeitnehmer arbeiten heute beim Staat oder bei staatsnahen Betrieben. Und wer bezahlt das ganze Bürokratiemonster? Es sind einerseits die Büezer und andererseits die Leistungsträger aus der Wirtschaft, die durch immer höhere Steuern und Abgaben zur Kasse gebeten werden.

Und wo Gölä recht hat, hat er recht. Immer mehr freizeitorientierte Mitbürger werden unterstützt und leben schamlos auf Kosten der Öffentlichkeit. Damit es jedem Nichtsnutz, wie es Gölä nennt, besonders leicht gemacht wird, ist eine gigantische Sozialgeldbezugsindustrie entstanden. Juristen und Betreuer beraten zehntausente Arbeitsscheue und Kleinkriminelle, damit diese mit immer raffinierteren Tricks immer luxuriöser auf Staatskosten leben können. Das Ziel ist meistens dasselbe: Mit minimaler Leistung den maximalen Zugriff auf das Steuergeld der einfachen Büezer zu bekommen.

Während kriminelle Asylbewerber kaum belangt werden, greift die Staatsmacht beim normalen Schweizer Steuerzahler kompromisslos durch. Mit immer neuen Steuern, Bussen und Lenkungsabgaben wird den Eidgenossen rund die Hälfte des hart erarbeiteten Geldes abgenommen. Dabei fliessen unzählige Milliarden in das Sozialwesen. Kein Wunder, platzt dem normalen Schweizer langsam der Kragen, wenn sich immer mehr Sozialhilfeempfänger und Asylanten weder um Gesetzte noch um Anstand kümmern und dabei immer höhere Kosten verursachen.

Die Zukunft der Schweiz und auch unseres Kantons liegt in einer gut ausgebildeten, leistungsorientierten Gesellschaft und in einem schlanken Staat. Gerade auch in Schaffhausen müssen wir dringend umdenken. Wer die offiziellen Stellenpläne von Kanton und Stadt kennt, ist alarmiert. Beim Kanton (4‘200), bei der Stadt (1‘600) und bei den Gemeinden arbeiten bereits über 6‘000 Menschen im öffentlichen Sektor. Klar, es handelt sich dabei um Voll- und Teilzeitstellen und ein Grossteil davon fällt auf den Gesundheits- und Bildungssektor. Trotzdem. Wenn Schaffhausens Zukunft nur noch von einem einzigen, gigantischen Arbeitgeber abhängt, werden die Steuerzahler entweder unter der Steuerlast zusammenbrechen oder wegziehen. Deshalb: Weniger Staat. Mehr Freiheit. Weniger Steuern. Mehr Lebensqualität.

 

One Response to Das Beamtenjobwunder.

  1. Toastbrot says:

    Da immer mehr Personen an der Staatszitze saugen, werden der Staat und folglich die Belastungen für die Leistungsträger, die dieses System finanzieren müssen, immer grösser.
    Leider haben auch viele dieser Profiteure gemerkt, dass man sich an der Urne Geld in die Tasche wählen kann. Meines Erachtens gehört allen, die von Sozialhilfe etc. leben und damit von der Allgemeinheit profitieren, das Stimm- und Wahlrecht gestrichen.

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